Günther Gudert ist neuer Präsident des „Team Germany Ü60“

Do. 28.11.2013 - 01:07 -- Web Master
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Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Dachorganisation der Ü60-, Ü65- und Ü70-Nationalmannschaften in Mannheim wurde Günther Gudert (l., 64, aus Börnsen bei Hamburg) mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Dr. Albert-Hugo Stinnes (r., Stuttgart) gewählt. Der seit 2007 amtierende Stinnes hatte bei der ordentlichen Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr ebenfalls in Mannheim angekündigt, sein Amt nur noch ein Jahr weiterführen und damit einen Verjüngungsprozess einleiten zu wollen. Stinnes wurde anschließend von der Versammlung auf Vorschlag Guderts, der nach seiner Wahl ankündigte, den Mitgliedern künftig mehr Gehör schenken zu wollen, einstimmig und mit stehenden Ovationen zum Ehrenpräsidenten der Vereinigung ernannt.

Ebenfalls nicht mehr zur Verfügung standen Sport-Manager Hans-Dietrich „Hannemann“ Sasse (Leipzig), von der Versammlung ebenso einstimmig zum Ehrenspielführer ernannt, Finanz-Manager Jürgen Buddenberg (Leverkusen) sowie Peter Moldenhauer (Manager Team Germany); als Nachfolger wurden Dr. Hans Werner Schrader (62 Jahre/Hamburg) als Sport-Manager, Dieter-Alfred „Butz“ Paul (67/Neuss) als Finanz-Manager und Wolf-Michael Haupt (60/Fritzlar) als Manager Team Germany gewählt. Das einzig verbliebene Mitglied des bisherigen Präsidiums, Development-Manager Thomas Rochlitz (64/Lüneburg), war 2012 für zwei Jahre in sein Amt gewählt worden.

Als Kassenprüfer fungieren künftig Manfred Teichelkamp (59/Duisburg) und Dieter Riehn (63/Düsseldorf). Stinnes hatte zuvor mit Freude registriert, dass zur Versammlung, die mit einem jeweiligen Lehrgang der Ü60, Ü65 und Ü70 in der Traglufthalle des gastgebenden Mannheimer HC verbunden war, über die Hälfte der rund 130 Mitglieder gekommen waren. In seinem Rückblick erinnerte er unter anderem an den Start der Interessengemeinschaft als Teil des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) im Jahr 1998 und die Installierung eines offiziellen Präsidiums im Jahr 2007.

„Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht“, betonte Stinnes, der dem neuen Präsidium seine Zusammenarbeit anbot. „Respekt und Ehrfurcht“ für die Arbeit des Präsidiums kam anschließend von höchster Stelle; der Präsident der World Grand Masters Association (WGMA) Peter Child (München) lobte die konstruktive Zusammenarbeit und dankte „von ganzem Herzen“. Buddenberg wiederum sprach seinen Dank für die Unterstützung des Vereins zur Förderung des deutschen Senioren-Hockey Ü60 aus, ohne dessen großes finanzielles Engagement die Mitglieder noch mehr als bisher hätten belastet werden müssen.

Denn das „Team Germany Ü60“ bezahlt Trainer, Schiedsrichter und ärztliche bzw. physiotherapeutische Betreuung aus eigener Tasche. Sasse propagierte über die Lehrgänge in den verschiedenen Altersklassen hinaus „regelmäßiges, individuelles Training“, ferner sollten zur Steigerung der Leistungsfähigkeit auch Testspiele mit anderen Nationen vereinbart werden. Als positiv wertete Sasse, dass mit der Ü60 (Thomas Dauner/Stuttgart) und der Ü70 (Dr. Heinrich Kruse/Leipzig) zwei Teams einen Banktrainer hätten, für die Ü65 sei dies leider noch nicht gelungen.

Auch habe er den Eindruck, dass die Ü60-Bewegung bekannter geworden sei und sich auch deren Image verbessert habe. Rochlitz informierte die Versammlung darüber, dass ein ins Auge gefasstes gemeinsames Turnier mit der Masters-Bewegung (Ü40-Ü55) über Ostern in Krefeld aus Kapazitätsgründen nicht zustande kommen wird.

Der im Frühjahr dieses Jahres erstmals ausgetragene Regio-Cup soll am 12. und 13. April 2014 auf der neuen Platzanlage des SSC Jena stattfinden, die zuständigen Regionalbeauftragten Nord, Ost, Süd und West werden demnächst informieren. Eine vom bisherigen Präsidium zur Diskussion gestellte Neufassung der Teamordnung wurde dagegen nicht behandelt und die Beschlussfassung auf die nächste, bisher noch nicht terminierte ordentliche Mitgliederversammlung vertagt.