Regio Cup 2014

Sa. 19.04.2014 - 20:00 -- Hans-Joachim Heinz
betrifft: 
Altersgruppen: 

Aller Anfang ist schwer. Das wusste schon der römische Dichter Ovid, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Und um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, müssen zunächst stets kleine Schritte erfolgen. In diesem Sinne verfahren auch die Verantwortlichen im deutschen Seniorenhockey, die sich letztlich einen nationalen Spielverkehr auf ihre Fahnen geschrieben haben. Jetzt machten sie mit der zweiten Auflage des „Ü60 Regio Cup“ in Jena einen weiteren Schritt in diese Richtung.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr über Ostern beim Club Raffelberg Duisburg hatte der im „Team Germany Ü60“ als Präsidiumsmitglied für den Bereich Mitgliedergewinnung und nationalen Spielvertrieb zuständige Development Manager Thomas Rochlitz sowie die Regionalbeauftragten Werner Beese (Nord), Thomas Reggelin (Ost), Hans-Joachim „Leo“ Heinz (Süd) und Gerd Schürfeld (West) im Vorfeld für diese Veranstaltung getrommelt und dabei auch berücksichtigt, dass viele im vergangenen Jahr den Ostertermin wegen familiärer Verpflichtungen und Urlaubszeit als „unglücklich gewählt“ empfunden hatten.

So traf man sich in diesem Jahr eine Woche vor den Feiertagen in Jena, doch allzu viele neue Gesichter konnten auch heuer bei diesem zweitägigen Regionalvergleich nicht begrüßt werden. Das Gros der Teilnehmer bestand - wie im vergangenen Jahr auch - aus den Kadern der Ü60- und Ü65-Nationalmannschaften, ältester Teilnehmer mit 71 Jahren war übrigens Jochem Dickerboom-Ott (Nord).

Großes Lob aller Beteiligten gab’s für die Organisatoren des 2002 aus dem SV Carl Zeiss und des SV Jenapharm hervorgegangenen, gastgebenden SSC Jena um Dr. Mario Krause. Und das nicht nur wegen des nagelneuen Kunstrasens. Die Teilnehmer merkten schnell, wieso das zweite „S“ im Vereinsnamen für „sozial“ steht, wie es Präsident Michael B. Heck zuvor erläutert hatte. An den beiden Turniertagen fühlten sich die „Oldies“ angesichts der zahlreichen ehrenamtlichen Mithelfer abseits des Platzes bestens versorgt und außer fast den schon üblichen Zerrungen gab es auch auf dem Spielfeld selbst nur Positives.

Turniersieger nach den Spielen jeder gegen jeden wurde am Ende der Westen, der im entscheidenden Spiel der beiden bis dahin jeweils zweimal siegreichen Mannschaften Titelverteidiger Nord mit 2:1 bezwang. Dritter wurde der Süden, der sich gegen die Gastgeber aus dem Osten ebenfalls mit 2:1 durchsetzte. „Beim dritten Mal wird’s dann auch einen Pokal geben“, blickte Rochlitz bei der Siegerehrung schon auf 2015 voraus. Dann wird die Veranstaltung voraussichtlich im Süden stattfinden. Die einzelnen Ergebnisse: West-Süd 6:0, - Ost 4:1, - Nord 2:1; Nord-Süd 5:1, - Ost 2:1; Süd-Ost 2:1. Und weil sich die Ü60 und Ü65 in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft vom 3. bis 14. Juni in Den Haag befinden, war als weitere „Maßnahme“ noch ein Abschlussspiel der Ü60 gegen eine Turnierauswahl (1:0) angesetzt worden. Rochlitz’ Fazit: „Wir haben in einer sehr harmonischen Atmosphäre – ein großer Dank geht dabei an den SSC - ein erfolgreiches Turnier gespielt, bei dem das Leistungsniveau deutlich besser als im vergangenen Jahr war. Alle Mannschaften sind nahezu vollständig aufgelaufen. Nach meinem Eindruck hat es allen Teilnehmern viel Spaß gemacht. Zudem konnte die Ü60 gegen eine Turnierauswahl zusätzliche Spielpraxis gewinnen. Wir freuen uns auf eine Neuauflage im nächsten Jahr“.

Weitere Interessenten sind aber dennoch willkommen und sollten sich bei ihm unter der E-Mail-Adresse Th.Rochlitz@gmx.de oder bei einem der vier Regionalbeauftragten melden. Und an die Vereine appellierte er, dem genannten Personenkreis eine Namensliste von Mitgliedern oder früheren Vereinsspielern im entsprechenden Alter zu übermitteln. Auf diese Weise soll nach und nach eine Bestandsaufnahme der in Frage kommenden Spieler erfolgen. Und vielleicht wird ja dann doch in naher Zukunft die Vision von einem nationalen Spielverkehr Wirklichkeit?

leo