Grand Masters World Hockey Cup 2014 in Den Haag

So. 22.06.2014 - 22:32 -- Hans-Joachim Heinz
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Es war ein schwacher Trost. Zwar schnitt das „Team Germany Ü60“, die Dachorganisation  der Ü60-, Ü65- und Ü70-Nationalmannschaften des Deutschen Hockey-Bundes (DHB),  bei seinen Spielen der 7. Weltmeisterschaft auf der nur wenige Kilometer von der „großen“ WM entfernten Anlage des HC Klein Zwitserland mit jeweils einem vierten Platz besser als die DHB-Aktiven mit Platz sechs (Herren) und Platz acht (Damen) ab, doch knapp vorbei ist eben auch daneben.

Die Ü60 von Trainer Thomas Dauner (Stuttgart) hatte in einem Teilnehmerfeld von insgesamt 15 Mannschaften nach Vorrundenerfolgen über Frankreich (5:0), Südafrika (4:3), Japan (1:0) sowie einem 1:1 gegen Europameister England als Gruppenzweiter das Viertelfinale erreicht und dort Spanien nach einem 0:0 nach regulärer Spielzeit mit 2:0 im Penaltyschießen bezwungen. Im Halbfinale verlor Deutschland vor einer imposanten Zuschauerkulisse gegen den Gastgeber und späteren Vizeweltmeister Niederlande – 2:3 im Endspiel gegen Australien - knapp mit 0:1 und musste sich dann auch im „kleinen Finale“ nach einer 1:0 Führung England mit 1:4 geschlagen geben.  

Die von Werner Beese (Braunschweig) und Uli Brauns (Hamburg) als Spielertrainer geführte U65 kamen in einem Teilnehmerfeld von neun Mannschaften nach Vorrundenerfolgen gegen Italien (3:1), Südafrika (2:0), Wales (2:0) sowie einem 1:1 gegen den späteren Vizeweltmeister Australien – 0:3 im Finale gegen Gastgeber Niederlande – als Gruppenzweiter ins Halbfinale und verkaufte sich beim 1:2 gegen den späteren Titelträger bestens. Ohne Chance war man dann beim 1:6 gegen England beim Spiel um den dritten Platz.

Die Ü70 von Trainer Dr. Heini Kruse (Leipzig) feierte in einem Sechser-Feld mit einem 18:0 Kantersieg über Italien zwar den höchsten Erfolg der gesamten Veranstaltung, kam jedoch dann nur noch gegen Südafrika (7:1) zu einem „Dreier“. Gegen den späteren Vizeweltmeister Niederlande – 1:2 im Endspiel gegen England - verpasste man bei der unglücklichen 0:1 Auftaktniederlage eine mögliche Überraschung, gegen den späteren Titelträger England war man dagegen beim 0:3 chancenlos. Das Vorrundenspiel gegen Australien endete 2:2, beim erneuten Aufeinandertreffen im „kleinen Finale“ waren die Veteranen aus „Down Under“ mit 2:0 siegreich.

Das von Achim Mertens (Bonn) gecoachte Trophy Team Ü60 oder Deutschland B, in dem mangels Masse auch Akteure der Ü65 und Ü70 aufliefen, beendete  das Turnier auf dem neunten Platz von zehn Teilnehmern. Nach schwachem Auftakt mit Niederlagen gegen Wales (3:7), England (0:12) und der Alliance (0:5), einer Vereinigung von Einzelspielern aus aller Welt, fand die Mannschaft immer besser zusammen. So wurden die Australier von Southern Cross (2:0) ebenso bezwungen wie im doppelten Spiel um den neunten Platz zweimal Ägypten mit 5:1 und 7:0 (Weiterer Bericht folgt in Kürze).

leo